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17. Oktober 2006 – Nach dem heutigen Tag werden Sie ganz normale Frachtcontainer mit neuen Augen betrachten. Projekt Blackbox ist der Prototyp des weltweit ersten virtualisierten Datencenters. Er ist in einen Frachtcontainer integriert und sorgt für optimierte Energie- und Platznutzung sowie für effiziente Leistung.
Projekt Blackbox wurde speziell für die Bedürfnisse von Kunden entwickelt, die zunehmend vor dem Problem stehen, für ausreichend Platz, Energie und Kühlung sorgen zu müssen. Mit Projekt Blackbox erhalten sie einen Vorgeschmack auf die schnellen, kostengünstigen Datencenter der Zukunft, die für die clevere Umsetzung herausragender Ideen stehen.
„Nahezu jeder CIO und Gründer eines Unternehmens, den ich treffe, erzählt mir, dass ihm die Energie- und Platzbeschränkungen von Datencentern zu schaffen machen. Die derzeitigen Lösungen werden den Anforderungen von Web 2.0 einfach nicht gerecht“, erklärt Jonathan Schwartz, CEO und President bei Sun Microsystems. „Statt zu versuchen, die heutigen Datencenter zu verbessern, bei denen Menschen bemüht sind, es den Computern recht zu machen, setzt Projekt Blackbox beim am weitesten verbreiteten Industriestandard weltweit an: dem Frachtcontainer. Es geht um die Frage, wie man ausgehend von dieser Basis am besten modulare Lights-out-Datencenter erstellen kann. Die Antwort hierauf lautet: Mit einem Hundertstel der bisher erforderlichen Kosten, einem Fünftel der Kosten pro 0,3 m² und mit 20 % weniger Energiekosten können wir überall auf der Welt eine unwahrscheinliche Menge an Kapazitäten freisetzen und neue Möglichkeiten eröffnen.“
Ein neues Datencenterkonzept
Projekt Blackbox bietet Computer-, Speicher- und Netzwerkinfrastrukturen in Form von skalierbaren, modularen Einheiten, die mit den modernsten Kühlungs-, Überwachungs- und Energieversorgungssystemen ausgestattet sind. Kunden haben die Möglichkeit, aus einer Vielzahl an standardmäßigen und individuell angepassten System-, Speicher-, Netzwerk und Software-Konfigurationen zu wählen. Durch die Integration in einen standardmäßigen 6-m-Frachtcontainer für maximale Flexibilität kann Projekt Blackbox problemlos unter Verwendung der gängigen Liefermethoden transportiert werden. Einfache Anschlüsse für Wasser, Wechselstrom und Netzwerkbetrieb ermöglichen den Kunden eine schnelle und problemlose Implementierung von Projekt Blackbox direkt nach dem Erhalt.
Projekt Blackbox, dessen Markteinführung für Mitte 2007 geplant ist, steht für im Vergleich zu traditionellen Datencentern für weniger Kosten und Komplexität, bietet aber mehr Flexibilität. Der Einsatz der Produktpalette von Sun zur Überwindung der Beschränkungen herkömmlicher Datencenter machte die Entwicklung von Projekt Blackbox mit seinen vier einzigartigen Vorteilen möglich:
- „Instant-on“-Funktion und schnelle Implementierung
- Enorme Wirtschaftlichkeit, von der Skalierbarkeit über die Verwendung von Standardkomponenten und neuen Kühlungssystemen bis hin zu geringeren Herstellungskosten
- Vollständig virtualisierte Infrastruktur für ständige und universelle Anwendung bei einmaliger Implementierung
- Flexibilität und Komfort dank der Möglichkeit zur Bereitstellung eines virtualisierten Datencenters jederzeit und überall
Projekt Blackbox nahm seinen Anfang durch die Initiative von Suns CTO Greg Papadopoulos und Danny Hillis, einem Mitglied des Technical Advisory Board von Sun und Mitbegründer von Applied Minds, Inc.
„Als alle darum wetteiferten, wer den kleinsten Rackmount-Server bauen kann, stellten wir uns eine völlig entgegengesetzte Frage: Wie groß kann man einen Computer bauen? Wir erkannten schnell, dass der größte Computer besser nicht größer als ein Frachtcontainer sein sollte, damit man ihn noch problemlos transportieren kann“, so Papadopoulos. „So entstand Projekt Blackbox mit seinem einzigartigen Design für optimierte Effizienz und Leistung. Es stehen derzeit fünf Patente für das System an sich und das installierte Rack-Design sowie für verschiedene Aspekte der hocheffizienten Kühlungssysteme und das Umgebungsüberwachungssystem aus. Wir sind sehr gespannt.“
Bahnbrechende Fortschritte
Das innovative Design von Projekt Blackbox bietet Unternehmen unvergleichliche Geschwindigkeit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit, denn es ermöglicht die Bereitstellung von IT-Ressourcen jederzeit und überall.
Ein vollständiges Datencenter, entwickelt für eine schnelle Implementierung: Kunden können problemlos ein vollständiges, modulares „Instant-on“-Datencenter in nur einem Zehntel der Zeit erwerben und implementieren, die für die Bereitstellung eines traditionellen Datencenters erforderlich wäre. Die Bereitstellungszeit beträgt demnach nicht Jahre, sondern Wochen. Nach der Bestellung wird Projekt Blackbox konfiguriert, transportiert und schnell implementiert. Das virtualisierte Datencenter verbleibt dabei ganz einfach in seinem Transportcontainer.
Einzigartige Datencenterflexibilität: Kunden können neue Datencenter bereitstellen und die Kapazitäten nach Bedarf erweitern; des Weiteren können sie Systeme ohne zeitliche Verzögerung konsolidieren und von kostengünstigen Stromanbietern, Gewerbeflächen und Arbeitskräften auf der ganzen Welt profitieren, ohne dabei an Leistung einzubüßen oder spezielle Anforderungen an die Standorte stellen zu müssen.
Enorme Wirtschaftlichkeit: Projekt Blackbox sorgt für unvergleichliche Kosteneinsparungen und gesteigerte Effizienz. Berechnungen von Sun zufolge betragen die Kosten für Projekt Blackbox nur ein Hundertstel der ursprünglich für ein traditionelles 3.000-m²-Datencenter und nur ein Fünftel der pro 0,3 m² erforderlichen Summe. Dabei ermöglicht Projekt Blackbox eine Leistungssteigerung von 20 %. Weiterhin benötigt Projekt Blackbox bei gleicher Rechenleistung nur etwa ein Drittel des Platzes, der für eine herkömmliche Bereitstellung erforderlich wäre. Durch die schnellere Bereitstellung, die Verwendung bestehender Standardkomponenten, die optimierte Leistungsfähigkeit und die verbesserten Energieversorgungs- und Kühlungssysteme werden Kosten gespart. Kunden können die Datencenter an den für ihr Unternehmen kostengünstigsten Standorten betreiben.
Der modulare Aufbau von Projekt Blackbox ermöglicht Kunden, die Vorzüge dieses Systems in einer Vielzahl unterschiedlicher Bereitstellungsumgebungen zu nutzen. Folgende Szenarien sind zukünftig denkbar:
- Ein großes Web 2.0-Unternehmen, das bemüht ist, mit dem Wachstum Schritt zu halten, könnte schnell und problemlos ein Datencenter in der Nähe einer kostengünstigen, umweltfreundlichen Energiequelle betreiben.
- Eine Hamburger Firma könnte einen Container in einer Lagerhalle oder in einer Garage in Schleswig-Holstein unterbringen und so das größere und kostengünstigere Platzangebot nutzen. Somit könnte das Unternehmen seine Datencenterkapazitäten erhöhen, ohne das zusätzliche Anlagen der Klasse A erforderlich sind.
- Weltweit agierende Hilfsorganisationen könnten die einfache Handhabung von Projekt Blackbox zu ihrem Vorteil nutzen und bis zu 10.000 Desktopbenutzer (ohne Administratoren) gleichzeitig unterstützen, um die Computernutzung auch an entlegenen Orten zu ermöglichen und IT-Systeme für die Unterstützung von Hilfsmaßnahmen ohne unnötigen Zeitverlust bereitzustellen.
- Dank des widerstandsfähigen Designs von Projekt Blackbox könnten Regierungen auf der ganzen Welt Daten und Anwendungen dahin bringen, wo sie benötigt werden, und sie schnell und ohne großen Aufwand aus der Reichweite von Terroristen oder Naturkatastrophen bewegen.
- Ein Ölkonzern könnte Hochleistungs-Computing auf Bohrinseln einsetzen, um seismische Modellierungen vor Ort vorzunehmen. Auch der Einsatz auf Öltankern zur Simulierung von Ölladungen wäre denkbar.
Projekt Blackbox im Detail
Der Projekt Blackbox-Prototyp ist ein leistungsstarker Rechner, der mit seiner Konfigurationskapazität zu den 200 schnellsten Supercomputern der Welt gehört. Der aktuelle Prototyp könnte folgende Kapazitäten bieten:
- Ein einziger Projekt Blackbox könnte 250 Sun Fire T1000-Server mit CoolThreads-Technologie mit 2.000 Cores und 8.000 simultanen Threads unterbringen.
- Ein einziger Projekt Blackbox könnte 250 x64-basierte Server mit 1.000 Cores unterbringen.
- Ein einziger Project Blackbox könnte bis zu 1,5 Petabyte Festplattenspeicher- oder 2 Petabyte Bandspeicherkapazität bieten.
- Ein einziger Project Blackbox könnte 7 Terabyte Speicherplatz bieten.
- Ein einziger Project Blackbox könnte Unterstützung für bis zu 10.000 Desktop-Benutzer gleichzeitig bieten.
- Ein einziger Projekt Blackbox verfügt derzeit über ausreichend Stromversorgungs- und Kühlungsmöglichkeiten für die Unterstützung von 200 Kilowatt Rackmount-Zubehör.
Das innovative Design des Project Blackbox maximiert darüber hinaus die Energieeffizienz und reduziert den anfallenden elektronischen und elektrischen Abfall.
- Mit Projekt Blackbox erhalten Kunden die Flexibilität, Anwendungen an die optimalen Standorte zu verlagern und auf diese Weise von niedrigeren Energiepreisen und umweltschonender Energieversorgung zu profitieren sowie Stromausfällen vorzubeugen.
- Kunden, die sich für eine Konfiguration mit auf Sun Fire CoolThreads-Technologie basierenden Servern entscheiden, können zusätzlich zu den Einsparungen, die das Kühlungssystem mit sich bringt, jährlich bis zu 1.000 US-Dollar an Energiekosten pro Sun Fire T2000- oder Sun Fire T1000-Server im Vergleich mit herkömmlichen Datencentern sparen.
- Sun wird seine marktführende Position im Bereich der Entsorgung von elektronischem Abfall und giftigen Substanzen weiter ausbauen, indem Projekt Blackbox-Container und ihre Systeme zum Zwecke der Aufrüstung, Wiederverwendung, Entsorgung oder zum Recycling zurückgenommen werden.
Unternehmen Sie mit Sun eine Tour durch das erste virtualisierte Datencenter der Welt. Weitere Informationen zu dieser bahnbrechenden Innovation erhalten Sie unter sun.com/blackbox. Sie können auch direkt mit Sun Kontakt aufnehmen.
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Projekt Blackbox
Vollständiges Infopaket.
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